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Über 1.500 Flugstunden bei US-Kampfhubschraubern - "Klimakiller Nr. 1"

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Wie viele Flugstunden US-amerikanische Kampfhubschrauber monatlich ableisten, ist eine bisher kaum beantwortbare Frage gewesen. Mit Hilfe des US-Informationsfreiheitsgesetzes ist es der Bürgerinitiative "Etz langt's" gelungen, konkrete Zahlen zu erhalten. Laut der BI wurde dabei in einem Monat sogar ein absoluter Spitzenwert mit 2.046 Flugstunden erreicht. Die durchschnittlichen monatlichen Flugstunden zwischen Februar und August 2011 lag bei 1.509 Flugstunden.

"Trotz Weigerung der Katterbacher Armeeführung gegenüber dem Ansbacher Stadtrat, die Zahlen der abgeleisteten Flugstunden der in der Region stationierten Kampfhubschrauber zu veröffentlichen, ist es Mitgliedern der Bürgerinitiative (BI) „Etz langt´s!“ jetzt gelungen, über Umwege via dem US-Informationsfreiheitsgesetz an Teile dieser Daten zu gelangen.

Dafür mussten 261,80 Dollar an Gebühren entrichtet werden. Die BI empfiehlt der Stadt Ansbach, sich zukünftig ebenfalls über diesen Weg Datenmaterial einzuholen falls die Kommandeure weiterhin keine Auskunftsbereitschaft zeigen. Ziel der Kommune müsse objektive Information der Bürger sein.

Die erste Auswertung durch den BI-Vorstand spricht deutliche Bände: Vom 16.02.2011 bis 15.08.11 wurden im Schnitt 1.509 Flugstunden monatlich durchgeführt. Entgegen Ankündigungen des seit Ende Juni tätigen neuen US-Kommandeurs Voorhees, die "Belastungen auf ein Mindestmaß" senken zu wollen, erreichte die Flugtätigkeit unter seiner Führung mit 2.046 Stunden im Monat einen absoluten Spitzenwert. "Wenn der Kommandeur bereits einen Monat nach seiner Ankunft sein Wort bricht, muss die Frage aufgeworfen werden, ob Diplomatie noch Sinn macht", so die BI.

Kampfhubschrauber "Klimakiller Nr. 1"

Binnen dieser sechs Monate bedeutete die Militärpräsenz in Ansbach und Illesheim eine zusätzliche Feinstaubbelastung, legt man die Abgasemission der zwischen 800 und 1.600 Litern hochgiftiges JP-8-Kerosin pro Maschine und Stunde verbrauchenden Hubschraubertypen an, in Höhe von umgerechnet 360 Millionen gefahrenen Kilometern mit dem PKW.

Laut Deutschem Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) beträgt die Jahresfahrleistung eines PKWs derzeit 12.600 Kilometer. Somit verschmutzen die 110 Kampfhubschrauber die Umwelt in unserer Region stärker als 57.000 Autos zusammengenommen.

Der Vorstand der BI sprach anhand dieser Fakten von "nicht hinnehmbaren Belastungen für Mensch und Natur". Die Zahlen unterstrichen die Tatsache, dass das „US-Militär Klimakiller Nummer Eins in unserer Region“ sei: "Politik und Gesellschaft dürfen nicht tatenlos Fluglärm, Luftverschmutzung und Gesundheitsgefährdung für weite Teile der Bevölkerung zusehen. Ansbach und Illesheim brauchen jetzt Abzugsperspektiven", forderten die BI-Vorstände.

Alle Ziele ambitionierter Klimaschutzkonzepte würden zu Makulatur wenn der größte Umweltverschmutzer  nicht endlich in die Schranken gewiesen werde, strich "Etz langt´s!" abschließend heraus.

(via Pressemitteilung BI Etz langt's)

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Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 04. Dezember 2011 um 18:38 Uhr
 

Kommentare  

 
#2 Dr. Gampe 2011-12-04 22:17
Die 2000 Flugstd sind die des gesamten Verbandes pro Monat, nicht die eines einzelnen Helis.Bei einem Durchschnitt von 1200 l/h JP8 sind dies 2,4Mio l Gesamtverbrauch .Der durchschnittl Verbrauch eines PKW liegt bei 7,5 l/100km. Fährt das Auto 1 Std (Durchschn bei 70km/h), gehen 5,25 l durch die Einspritzdüse.Ergo verbrauchen diese Spritmenge nicht 57000 Fahrzeuge, sondern mehr als 10000 Fahrzeuge weniger,nämlich 45600 PKW.Die dabei gefahrenen Km liegen bei 3,2 Mio und nicht bei 360Mio.
JP-8 ist nicht giftiger,als der Treibstoff in der zivilen Luftfahrt. Er unterscheidet sich durch das Hinzufügen von 0,15% Diethylenglycol monoethylether zur Verhinderung von Eisbildungen.
Der Fahrzeugbestd in DEU liegt bei 57Mio. Bei Bewegung dieser Kfz für tägl nur 1h werden 427,5 Mio l in die Atmosph gejagt.
Konversion? Wer soll denn in Mittelfranken 100Mio Umsatz pro Jahr bringen? Industrie in Frankens gemütlicher Ecke?Da gibts dann wieder tolle Angebote für Randale.
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#1 Klaus Schmidt 2011-12-04 19:48
In den so genannten Lärmschutzkommi ssionen lassen sich die Bürgermeister, die eigentlich die Interessen der hiesigen Opfer des Lärmterrors vertreten sollten, anlügen, dass die Auskunft über Flugstunden nicht möglich sei, weil es angeblich zu hohen Verwaltungsaufw and verursachen würde, obwohl auch der jetzige Kommandeur von Offenheit, Kooperation und Transparenz fantasiert. Fakt ist, wie sich nun herausstellte, dass lediglich sowieso monatlich erstellte Reports kopiert werden müssten, um die Information herauszugeben. Wie lange wollen sich unsere Volksvertreter noch anlügen und verhöhnen lassen? Die Besatzer fliegen hier mehr als 18.000 Stunden jährlich, zum Vergleich: Die Bundeswehr fliegt in Roth mit Hubschraubern im gesamten Jahr nur gut 5.000 Flugstunden, also knapp ein Viertel und dies zumeist tagsüber, rücksichtsvolle r, in einem größeren Gebiet, mit wesentlich moderneren Hubschraubern als die Dreckschleudern des U.S.-Militärs. Fazit: Es gibt keine Alternative zu: ARMY GO HOME
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