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Truppenabzug als Chance für den ländlichen Raum

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Symbolbild: Umstrukturierungen beim US-Militär drohen aufgrund der US-Haushaltslage - Bild: flickr by US Army Africa unter CC-BY
Symbolbild: Umstrukturierungen beim US-Militär drohen aufgrund der US-Haushaltslage - Bild: flickr by US Army Africa unter CC-BY

Die Bürgerinitiativen Umwelt und Truppenübungsplatz (BUT, Landkreis Amberg-Sulzbach), der Zusammenschluss umweltbewusster Bürger (ZuB, Landkreis Neustadt a.d.Waldnaab) sowie die Bürgerinitiative (BI) „Etz langt´s!“ (Stadt und Landreis Ansbach sowie Landkreis Neustadt a.d.Aisch – Bad Windsheim) betonen in einer aktuellen Presseerklärung, dass die Umstrukturierungen bei der US-Armee als Chance genutzt werden müssen.

Die schwierige Haushaltslage der USA sowie die angekündigte Neuausrichtung der Militärstrategie in Form einer deutlichen Truppenreduzierungen "bestätigen die Einschätzung unserer Bürgerinitiativen, wonach die Militärpräsenz in Mittelfranken und der Oberpfalz mittel- und langfristig keine strukturpolitische Option im ländlichen Raum mehr sein kann."

Von gegenwärtig vier US-Brigaden in Europa würden mindestens zwei abgezogen. Das "monostrukturelle Setzen" auf das Militär mit Blick auf die davon ausgehende Wirtschaftskraft sei ein "folgenreicher Fehler" gewesen.

"Während der Arbeitsplatzabbau beschleunigt fortgesetzt werden wird, bleibt die Lebensqualität der Menschen durch Schieß- und Fluglärm sowie weiterer Umweltbelastungen wohl auch zukünftig stark eingeschränkt. Das Gewicht der negativen Effekte der US-Präsenz wird somit gegenüber den positiven immer stärker in die Waagschale fallen", so die Bürgerinitiativen.

Truppenabzug als Chance nutzen

Man stehe daher gemeinsam hinter der Auffassung, dass ein Truppenabzug als Chance für Mittelfranken und die Oberpfalz genutzt werden müsse. Wie die BIs weiter erklären, führe ein Abzug der US-Truppen nicht nur zu mehr Lebensqualität, sondern auch zu mehr Arbeitsplätzen und Steuereinnahmen. Als Beispiele aus der Region führt man hierfür Fürth, Erlangen, Schwabach, Herzogenaurach, Zirndorf und Feucht an.

Um den Erfolg der Umwandlung von militärischen Liegenschaften zu gewährleisten, sei es aber wichtig, rechtzeitige Planung der Konversion anzugehen. Die bayerische Staatsregierung sei aufgefordert, endlich ein "umfassendes Konversionskonzept für Nordbayern aufzulegen."

Dabei dürfen die militärischen Interessen nicht länger im Vordergrund stehen, so die BIs. Insbesondere die Ansiedlung von Betrieben in der Umgebung des Truppenübungsplatzes Grafenwöhr sei mit dem Argument verhindert worden, die Emissionen des Truppenübungsplatzes würden dem widersprechen.

Finanzreserve für Landesplanung

Gegenüber den Nürnberger Nachrichten erklärte Staatsminister Söder vor rund einer Woche, dass man für "außergewöhnlichen Ereignisse" wie dem massiven Truppenabzug bis zu 700 Millionen Euro für die Landesplanung in Reserve halte.

Gleichsam sind die BIs jedoch davon überzeugt, dass es nicht Reichen wird, eine Behörde nach Mittelfranken oder die Oberpfalz „umzusiedeln“. Vielmehr müsse in der Regionen konsequent in Bildung, Forschung und in regenerative Energien investiert werden. Gemeinsame Ausgründungen in Zusammenarbeit mehrerer Hochschulen, wie derzeit etwa in Form eines Technologiezentrums in Weißenburg geplant, könne auch die mittlere und nördliche Oberpfalz als Bildungsstandort stärken.

(via Presseinformation BI Etz langt's & weitere)
(Bild: flickr by US Army Africa unter CC-BY)

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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 25. Januar 2012 um 21:20 Uhr
 

Kommentare  

 
#1 Dr. Gampe 2012-01-27 17:47
In einem ländlichen Raum wird es-jede Wette!-keine Konversionsmögl ichkeiten geben, die auch nur annähernd den wirtschaftliche n Schaden bei Abzug der USArmy von 100MioE in Mittelfranken kompensieren.Das wissen natürlich auch die BIs.Mit einer brillianten Argumentationsk ette wird nun bemängelt,dass es keine Konversionsplän e gibt (weil es keine geben k a n n ! Wer bringt 100MioE nach Mittelfranken?).Bei tatsächlichem Eintritt des wirtschaftliche n Schadens und Verlust hunderter Arbeitsplätze kann man sich dann genüßlich zurücklehnen, schwere Vorwürfe gegen die Politik erheben ,"Haltet den Dieb" rufen, sich die Hände in Unschuld waschen und von der eigenen moralischen Schuld am wirtschaflichen Desaster ablenken, entstanden durch dauerndes Stänkern und Polemisieren gegen die Army .Man geht also schon mal vorsorglich in die verbalen Rettungsboote , um sich später keinen Vorwürfen auszusetzen. Brillant! Kennen wir ja von Francesco Schettino...
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